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08

Nov

2011

Grünkohlessen des Stadtverbandes Ahrensburg

Am Donnerstag, den 2. November 2011, besuchte ich das traditionelle Grünkohlessen des CDU-Stadtverbandes Ahrensburg und berichtete dort über die aktuelle Bundespolitik. Daraus ergaben sich spannende Gespräche. Lesen Sie die Pressemitteilung des Stadtverbandes.

Der CDU Stadtverband Ahrensburg lud zum traditionellen „Grünkohlessen“ mit dem „Bericht aus Berlin“ ein und mehr als 150 Mitglieder und Freunde der CDU sorgten für ein übervolles Haus. Die Vorsitzende des Stadtverbandes, Renate Tangermann, begrüßte die Mitglieder, die Gäste und ganz besonders den Bundestagsabgeordneten Norbert Brackmann, dessen Bericht „zur aktuellen Krise“ mit besonderer Spannung erwartet wurde. Auch ein Jubiläum konnte begangen werden. Es war die 30. Einladung der CDU zur Kombination „Politik mit Grünkohl“. Über die Gewichtung beider Angebote herrschte Klarheit. Das Restaurant Strehl servierte das kulinarische Programm in hervorragender Qualität. Das Auditorium wartete aber mehr als gespannt auf das, was Norbert Brackmann zur Eurokrise, zur Schuldenkrise und zu Griechenland sagen würde.

 

Zum zweiten Mal in diesem Kreis breitete Norbert Brackmann in seiner bewährten sachlichen Art ein schwieriges Thema aus, nicht ohne zu Beginn mit humorigem Unterton einige Geheimnisse zu verraten, über die hier nicht berichtet werden darf. Verantwortungsvolles politisches Handeln und Entscheiden ist derzeit schwer erklärbar. Alles hängt mit allem zusammen und jeder hängt von anderen ab. Da bleibt nur die „Schritt für Schritt“-Politik der Kanzlerin: Ein Problem nach dem anderen abarbeiten.

 

Da über Gutes aber kaum noch geredet wird, wies Brackmann zunächst auf die gute Lage in Deutschland hin: Die Wirtschaft wächst, die Beschäftigung ist so hoch wie noch nie in den letzten Jahrzehnten, die Arbeitslosigkeit so niedrig wie lange nicht mehr, und die Aussichten auch für das schwierigere Jahr 2012 sind positiv. Die übernommene Neuverschuldung von 86 Milliarden konnte in der jetzigen Regierungszeit auf 25 Milliarden in 2011 reduziert werden. Für 2012 wird eine weitere Halbierung der Neuschulden angestrebt, so dass die Schuldenbremse des Grundgesetzes eingehalten werden kann. Inzwischen sind „Schuldenbremse“ und auch der Finanzverstand der „schwäbischen Hausfrau“ bewährte Exportartikel in andere Euroländer. Auch haben wir keine Eurokrise sondern eine Staatsschuldenkrise. Sparen ist angesagt. Einen breiten Raum – auch in der anschließenden intensiven Diskussion – nahm natürlich die Krise Griechenlands ein. Die von Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Staatspräsident Sarkozy in Brüssel durchgesetzten Vereinbarungen mit Griechenland, den Eurostaaten und der Finanzindustrie wurden erläutert.

 

Griechenland bekommt nur noch Geld aus dem laufenden Programm, wenn die Sparauflagen eingehalten werden. Auch nur unter diesen Voraussetzungen kommt es zu einem Schuldenschnitt von 50 Prozent und neuen Krediten. Norbert Brackmann ging noch von den Konsequenzen des geplanten griechischen Referendums und der angekündigten Vertrauensfrage des Ministerpräsidenten Papandreou aus. Er konnte natürlich nicht wissen, dass der Grieche am folgenden Tag das Referendum wieder einkassieren würde, den europäischen Regierungschefs der Verhandlungspartner abhanden kommen kann, getroffene Vereinbarungen unsicher werden und eventuelle Neuwahlen ins griechische Haus stehen. Das alles verstärkt die Sorgen der Europäer.

Vor einer derartig komplexen Situation hatte die Ahrensburger CDU noch keinen „Bericht aus Berlin“ gehört. Mit großem Beifall wurde der Bundestagsabgeordnete verabschiedet.

 

Renate Tangermann hatte zum Dank für den Norbert Brackmann ein hübsches Präsent ausgesucht: “Griechify your Life“. Vielleicht hilft es ja …

 

(Pressemitteilung CDU Ahrensburg, 5.11.11)

 

Mit der Stadtverbandsvorsitzenden Renate Tangermann beim Grünkohlessen Mit der Stadtverbandsvorsitzenden Renate Tangermann beim Grünkohlessen

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