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14
Dez
2011
Wahlkreis-2011 · Im-Wahlkreis-unterwegs-2011
Mein Fazit für das Jahr 2011 können Sie in den Lübecker Nachrichten nachlesen. In Bezug auf den Kreis Stormarn können wir recht zufrieden sein. Lesen Sie meine Einschätzung dazu gerne im folgenden Artikel, der am 13.12.2011 erschien.
Bei Verkehrsprojekten kann Stormarn weiterhin punkten
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann zieht eine positive Jahresbilanz.
Braak – Wenn er an den Kreis Stormarn denkt, dann ist Norbert Brackmann eigentlich ganz zufrieden – zumindest mit dem, was er in diesem Jahr für den Kreis erreichen konnte. Der Bundestagsabgeordnete der CDU – sein Wahlkreis liegt im Lauenburgischen und auch in Teilen des Kreises Stormarn – ist Mitglied im Haushaltausschuss des Bundestages, hat also die Hand auf der Kasse, ist ein so genannter „Haushalter“.
Daher weiß er genau: „Der Bund wird sich nur mehr auf die Dinge konzentrieren, die wirtschaftlich interessant sind.“ Kommunen, die um eine Ortsumgehung kämpfen, sollten deshalb „in die Puschen kommen“, denn der Bund sehe hier keinen vordringlichen Bedarf mehr. Es werde interessant, wie der kommende Verkehrswegeplan aussieht. Mit dabei sein soll der Bau der S4 von Hamburg bis nach Bad Oldesloe – die stünde auf der Agenda. „Wir sind einen Schritt weitergekommen.“ Der Bund habe „die grundsätzliche Bereitschaft zur Finanzierung signalisiert“, erklärte Brackmann jetzt bei einem Pressegespräch, eine Zusicherung sei das aber noch lange nicht. Die Ausschreibung für die Vorentwurfsplanung laufe, „alle Möglichkeiten sollen erarbeitet werden.“
Das koste das Land Schleswig-Holstein zwischen 2,5 bis 3,5 Millionen Euro. „Schleswig–Holstein finanziert vor“, so der Politiker, der Förderfonds Nord der Metropolregion finanziere mit. Mit Kosten von etwa 250 Millionen Euro ist für den Abschnitt von Hamburg bis Ahrensburg-Gartenholz zu rechnen. In diesem Bereich soll zweigleisig ausgebaut werden. Weiter in Richtung Bad Oldesloe ginge es nur eingleisig, dieser Abschnitt würde noch einmal geschätzte 100 Millionen Euro kosten. Wenn die Vorentwurfsplanung fertig sei – angepeilt ist das kommende Jahr – käme es zur Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung zwischen Bahn, Bund und Land. Ein zweites großes Vorhaben – der Ausbau der B 404 zur A 21 – ginge voran. Allerdings bliebe der Bund erst einmal bei dem geplanten und teilweise umgesetzten dreispurigen Ausbau der B 404. „Der dreispurige Ausbau wird so umgesetzt“, erklärt Norbert Brackmann. Diese Strecke könne später, wenn sich der vollwertige Ausbau im Verkehrswegeplan wiederfindet – in eine der beiden Fahrspuren für die Autobahn umgewandelt werden. Schon jetzt sei klar: Während der vierte Bauabschnitt bereits fertig ist, kommt es bei dem dritten zu Verzögerungen.
Zwischen Grande und der Abfahrt Trittau-Nord sind zwei Brücken „nicht mehr gut davor“, wie Brackmann erklärt. Eine führt über die Landesstraße 93 – diese Straße verbindet Trittau und Großensee – und die andere über einen Wirtschaftsweg. „Eine der Brücken muss saniert werden, für die andere muss es einen Ersatzbau geben.“ Diese Brücken mussten auf Grund einer neuen Bundesrichtlinie – ermittelt werden muss die Tragfähigkeit der Brücke sowie ihre Lebensdauer – untersucht werden. Schon im März hat der Leiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, Jens Sommerburg, darauf hingewiesen, dass sich der Ausbau deshalb verzögert.
Norbert Brackmann rechnet mit dem Beginn des dritten Bauabschnittes im kommenden Jahr. „2014 beginnt die Planfeststellung für den zweiten Bauabschnitt.“ Das sei dann der nächste Schritt.
Von Kerstin Kuhlmann-Schultz
(Lübecker Nachrichten vom 13.12.2011)